Mittwoch, 11. Mai 2011

Melkautomatik

Heute waren wir nach der Arbeit bei einem anderen Nachbarn, der einen richtigen Hightech-Stall hat. Unglaublich, aber mit der Ausstattung wird Milchbauer ein Computerjob! Je nach Wetter sind die Fenster des Stall automatisch offen oder geschlossen. Es gibt einen Fütter-Automaten, der die Silage im Mittelgang verteilt. Der Putzautomat fährt immerwährend durch die Gegend, während die Kühe einfach über ihn hinwegsteigen. Die Kühe selbst laufen frei zwischen Fress- und Liegeplätzen herum und können sich zwischendurch mal von einer großen rotierenden Bürste putzen lassen.
Aber am beeindruckendsten ist die Melkautomatik - in der Melkbox gibt es Kraftfutter und die Kühe stellen sich freiwillig vor dieser Box an. Sobald eine drin ist, wird die Kuh anhand ihres Halsbands auf ihre Identität gescannt und darf dort bleiben, wenn seit der letzten (natürlich computererfassten) Melkung mehr als 6 Stunden vergangen sind. Die Box wird geschlossen und ein Roboterarm fährt unter die Kuh, um mit einer kleinen rotierenden Bürste das Euter zu putzen. Dann fängt der Roboter an, das Euter mit einem Laser zu scannen und einer nach dem anderen werden die vier Adapter daran gesetzt, selbst wenn sich die Kuh zwischendurch bewegt! Die Milchleistung wird für jede einzelne Zitze erfasst und aufgezeichnet und am Ende fallen die Adapter einer nach dem anderen wieder ab und werden gereinigt. Falls die Kuh krank oder gerade Kolostrum gibt, wird die Milch nicht in den Haupttank geleitet, sondern in kleinere Auffangbehälter. Und wenn die voll sind, kriegt der Bauer eine SMS...

Hier das Werbevideo des Melkroboters:

2 Kommentare:

Steffi hat gesagt…

Technik, die begeistert :)

Luzia hat gesagt…

Was es nicht alles gibt! Aber wenn die Kühe da freiwillig rein gehen - warum nicht. Lebend sind sie wahrscheinlich auch besser anzusehen als aufgesägt am Bein hängend. Aber irgendwie muss ja das Schwein und die Kuh zum Steak werden...

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