Donnerstag, 23. Juni 2011

Trondheim

Trondheim

Das ist ein Fahrrad-Lift - Anschub via Ferse
Trondheim, die drittgrößte Stadt Norwegens, ist ziemlich klein. Hier habe ich bei Mali Couchsurfing betrieben, also diesmal tatsächlich bei einer Norwegerin, fortgeschrittene Doktorandin in Biotechnologie und begeisterte Radfahrerin. Noch am Abend meiner Ankunft habe ich eine persönliche Stadtrundführung bekommen und als wir danach in einer Kneipe saßen, gab es viele schöne Reisegeschichten auszutauschen. Wir sprachen auch über einen besonderen norwegischen Käse, den ich sehr mag und Mali hat gleich zwei verschiedene Sorten gekauft, sodass ich zum Frühstück probieren konnte;-) Ich bekam den Schlüssel zur Wohnung und konnte es damit am Vormittag ruhig angehen lassen. Dann bin ich über Trondheims Uni zur Festung Kristiansten gelaufen, vorbei an dem weltweit ersten Fahrradlift zu den bunten Häuschen in Bakklandet, alles sehr gemütlich und nicht überlaufen (bis auf einen Schwung frei laufender Hurtigruten-Passagiere). In einer alten Werft gibt es nun gemütliche Cafés und Kneipen; ich bin aber mit dem Bus aus der Stadt heraus gefahren, um auf einem Küsten-Wanderweg wieder hereinzulaufen. Die Höhepunkte auf dem Weg, neben immer wieder schönen Ausblicken auf den Trondheimsfjord und die umgebenden Hügel: Waffeln mit Sauerrahm und Erdbeermarmeade sowie Kakao in einem von Mali empfohlenen Café auf dem Weg. Und ein Wikingermarkt. Auf Letzterem war nicht überwältigend viel los und als ich den Rettungswagen und einen im Gras liegenden Wikinger sah, habe ich beschlossen, dass ich mir den Eintritt sparen kann.

Küstenwanderung

Ich bin im Stechschritt zurück ins Zentrum gelaufen, um rechtzeitig zur abendlichen Musikandacht in die Nidaros-Kathedrale zu kommen.Trondheim war auf jeden Fall mal ein bedeutendes religiöses Zentrum und die große Kathedrale ist sehr beeindruckend in diesem kleinen Städtchen. Als ich vor der prachtvollen Fassade saß und mich gerade über die Geschichte informieren wollte, kam ein Radfahrer und entschuldigte sich, dass er meine Sicht kurz blockieren müsste. Das Rad sah nach einem Reiserad aus und wir kamen schnell ins Gespräch - Roy ist Israeli und momentan in Norwegen unterwegs, auch ein Couchsurfer, seine Gastgeberin würde gleich in einer anderen Kirche im Chor singen...ich war schnell dabei und es stellte sch heraus, dass mich ein Jude zu einem christlichen Gottesdienst eingeladen hatte - was kann es Besseres geben? Es war eine Art Obdachlosengottesdienst und ´danach gab es wieder Waffeln und auch Suppe und Getränke (ich bin ja auch ein bisschen odachlos momentan), ehe der Chor seine öffentliche Probe für den kommenden Auftritt bei einem Jazzfestival in Molde veranstaltete. Solche Begegnungen beeindrucken mich einfach nur.
Nidaros-Kathedrale

1 Kommentar:

Luzia hat gesagt…

Ein Glück triffst du nach den vielen Schafen und freien Landschaften immer wieder auf ganz nette Leute mit denen du deine Suppe und Erfahrungen teilen kannst!

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