Als sich der Nebel am Mittwoch endlich aufgelöst hatte, konnte auch mein Flugzeug starten, von Ålesund ging es mit Zwischenlandung in Bergen zurück nach Stavanger. Mindestens einen Tag und eine Nacht wäre ich auf dieser Strecke mit dem Bus unterwegs gewesen und so fliegen eineinhalb Stunden einfach dahin...
Nach meiner abwechslungsreichen Ernährung in den letzten Wochen habe ich es mir nicht nehmen lassen, das Konservenmuseum in Stavanger zu besichtigen. Auch wenn ich eher auf Makrele in Tomatensoße spezialisiert bin, waren die Ölsardinen und deren Räucheranlagen auch ganz interessant, noch dazu die alten Maschinen des Dosen-Produktionsprozesses und die große Ölsardinen-Etiketten-Sammlung.
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| Endspurt zu Judith |
Von Stavanger ging es nach Bryne, wo ich mich von Ellen, Geir und meinen Schäfchen verabschiedet habe. Alle fünf Flaschenkinder sind nochmal zu mir gekommen! So große Schafe sind das jetzt schon...
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Ich habe meinen abgeparkten Koffer mitgenommen und mich in den Nachtzug nach Oslo gesetzt. Sehr komfortabel, mit Decke, Ohrstöpseln und Schlafmaske. Wenn dazu noch ein paar Passagiere verstanden hätten, dass man im Nachtzug nicht die ganze Zeit erzählen muss, hätte ich vielleicht auch länger als drei Stunden schlafen können. Von Oslo ging es mit dem Bus weiter, v.a. weil ich dachte, dass ich da nicht umsteigen muss. Dachte ich...bis der Bus vor einem Tunnel stehen blieb und ordentlich qualmte. Warten, umsteigen, fahren, nochmal umsteigen, so war es leider doch wieder kompliziert. Von Malmö bin ich dann mit dem "Berlin Night Express" gefahren, einem Zug, der auf die Fähre Trelleborg-Sassnitz herauffährt. Als Zugpassagier darf man sogar im Zug liegen bleiben. Als endlich die letzte Autoalarmanlage aufgehört hatte zu piepen, habe ich wunderbar geschlafen. Ja, und so ging es letztendlich nach Plauen, wo ich jetzt meine zweitweilige Bewerbungsstation einrichte. Eine schöne Geburtstagsparty mit Oma, das Wiedersehen mit meiner Familie und nun habe ich meine Eltern auch schon zur radlerischen Alpenüberquerung verabschiedet. Jetzt werde ich mich also mit meinen neu erworbenen Schlüsselqualifikationen (Schafe melken, Quad fahren, akkuschrauben) tatsächlich wieder dem Ernst des Lebens stellen müssen...zu schade!
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